Apple Ads schalten: Der ultimative Guide für mehr App-Downloads

May 6 •

7 min read •

Marketing

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Nahaufnahme eines Smartphones mit dem App Store im Menü.

Stell dir vor, du hast monatelang an einer genialen App gearbeitet, sie endlich im App Store hochgeladen und dann… passiert nichts. Damit deine App ganz oben steht, wenn deine Zielgruppe sucht, brauchst du Apple Ads. Wir zeigen dir, wie du Kampagnen aufbaust, welche Formate es gibt und warum sie für dein App-Marketing ein absoluter Gamechanger sind. Let´s go!

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuer Name, mehr Power: Aus den bekannten “Apple Search Ads” wurde schlicht “Apple Ads”, da du deine App nun im gesamten Store bewerben kannst.

  • Hohe Conversion Rates: Du holst die Nutzer exakt dort ab, wo sie downloadbereit sind.

  • Mehr Sichtbarkeit: Deine Ads können an vier prominenten Orten im App Store auftauchen - vom Heute-Tab bis hin zu den Produktseiten.

Was sind eigentlich Apple Ads?

Mit Apple Ads (früher bekannt als "Apple Search Ads") sicherst du dir die wichtigsten Werbeplätze direkt im App Store. Du bewirbst deine App heute nicht mehr nur in den Suchergebnissen, sondern auch prominent im Heute-Tab oder direkt auf anderen Produktseiten.

Für die Nutzer wirken die Anzeigen dezent und fallen lediglich durch einen hellblauen Hintergrund auf. Dein größter Vorteil: Du sprichst genau die User an, die bereits aktiv nach einer neuen App suchen. Abgerechnet wird dabei vollkommen transparent – je nach Modell zahlst du pro Klick (CPT) oder erst bei einer tatsächlichen Installation (CPI).

Warum du an Apple Ads nicht vorbeikommst

Vielleicht fragst du dich als Marketing-Entscheider jetzt: “Ich investiere doch schon in Google Ads Kampagnen und Meta – brauche ich das überhaupt?". Kurz gesagt: Ja. Wenn du deine App nachhaltig vermarkten willst, führt an diesem Kanal kaum ein Weg vorbei. Hier sind die besten Argumente für dein Marketing-Budget:

Riesige Reichweite

Der App Store von Apple wird wöchentlich von über 850 Millionen iOS-Nutzern besucht. Das ist ein riesiges Potenzial, um die Bekanntheit deiner App massiv zu steigern. 

Hohe Download-Bereitschaft

Du erreichst die Leute exakt in dem Moment, in dem sie aktiv nach einer neuen App suchen. Sie haben bereits eine Download-Absicht. Du holst sie also direkt an der Quelle ab.

Starke Conversion Rates

Weil die Nutzer schon suchbereit sind, ist die Hürde für einen Download extrem niedrig. Laut Apple liegt die durchschnittliche Conversion Rate bei Suchergebnis-Anzeigen bei über 60%. Jeder zweite Klick führt im Schnitt also zu einem Download!

Faires Abrechnungsmodell

Du zahlst nur bei echtem Interesse. Je nach gewähltem Modell zahlst du entweder nur für den tatsächlichen Klick auf deine Anzeige (CPT) oder sogar nur für eine Installation (CPI). 

Apple Ads Basic vs. Advanced: Was passt zu dir?

Apple macht es dir einfach, indem du zwischen zwei Modellen wählen kann: 

Basic: Der Autopilot

Perfekt für Einsteiger, die mit wenig Aufwand schnelle Ergebnisse sehen wollen.

  • So funktioniert’s: Wähle deine App aus, bestimme die Platzierung und lege dein Monatsbudget fest. Apple kümmert sich danach vollautomatisch um Keywords, Anzeigenerstellung und Optimierung.

  • Abrechnung: Du zahlst im Cost-per-Install (CPI) Modell. Du investierst also nur, wenn jemand deine App wirklich herunterlädt.

Advanced: Das Cockpit

Für alle Marketer, die volle Kontrolle und Skalierbarkeit verlangen.

  • So funktioniert’s: Du definierst deine eigenen Keywords, bestimmst die exakte Zielgruppe und deine Ad-Platzierungen. Zusätzlich erhältst du tiefgehende Reporting-Daten zur Optimierung.

  • Abrechnung: Hier gilt das Cost-per-Tap (CPT) Modell. Du bezahlst für jeden Klick auf deine Anzeige, bestimmst aber das Höchstgebot.

Wo können deine Anzeigen ausgespielt werden?

Für eine maximale Präsenz stehen dir im App Store vier strategische Platzierungen zur Verfügung:

Heute-Tab

Das ist die Startseite des App Stores. Eine Platzierung hier ist perfekt, um Markenbekanntheit für deine App aufzubauen.

Suchen-Tab

Bevor Nutzer überhaupt anfangen, etwas in die Suchleiste einzutippen, werden ihnen bereits Apps vorgeschlagen. Etwa 70% der Nutzer verwenden diesen Tab, um Apps zu entdecken. Mit einer Ad an dieser Stelle weckst du Interesse, bevor die eigentliche Suche losgeht. 

Suchergebnisse

Der absolute Klassiker. Fast 65% aller Downloads passieren direkt nach einer konkreten Suchanfrage. Sucht jemand nach einem für dich relevanten Keyword, stehst du mit deiner Anzeige weit oben in der Liste. Hier ist die Conversion Rate mit bis zu 60 % am stärksten.

Produktseiten

Nutzer scrollen auf der Seite einer anderen App nach unten und sehen die Liste “Das gefällt dir vielleicht auch”. Genau dort platzierst du deine Ad und wirbst aktiv interessierte Nutzer ab.

Pro-Tipp: Damit deine Anzeigen nicht als rein textbasierte Ads ausgespielt werden, solltest du mindestens 6 Screenshots hinterlegen. Fehlen diese, spielt Apple unter Umständen nur eine weniger attraktive Textanzeige aus. Zudem sind Videos ein echtes Conversion-Plus, um die Aufmerksamkeit und Klickrate weiter zu steigern. Über Anzeigenvariationen (Ad Variations) kannst du zudem steuern, welche deiner Custom Product Pages (CPPs) für welche Kampagne ausgespielt wird. So stellst du sicher, dass die Anzeige visuell perfekt zur Platzierung und Suchintention passt. 

Die 4 verschiedenen Anzeigenplatzierungen von Apple Ads.

Unterstützung für dein App-Marketing gesucht?

Du willst mit Apple Ads messbar mehr Downloads generieren, dir fehlt aber das Know-how für das optimale Setup? Wir übernehmen das gerne für dich. Unsere Experten entwickeln eine passgenaue Kampagnenstruktur für deine App – von der ersten Konzeption bis zum täglichen Feinschliff. 

Welche Kampagnentypen gibt es?

Kampagnenstrukturen für maximale Performance und effizientes Skalieren sehen folgendermaßen aus:

Markenkampagne (Brand)

Du zielst auf Nutzer ab, die exakt nach deiner App oder deinem Firmennamen suchen. Nutze hier für alle Keywords den Typ „Exact Match“, um deine Brand vor Wettbewerbern zu schützen.

Kategoriekampagne (Generic)

Nutzer suchen nach einer Lösung oder Kategorie, nicht nach einer Marke. Arbeite auch hier primär mit „Exact Match“-Keywords.

Mitbewerberkampagne (Competitor)

Dieser Typ ist für Nutzer, die bereits innerhalb deiner App-Kategorie nach ähnlichen Lösungen suchen. Indem du auf die Markennamen deiner Mitbewerber bietest, platzierst du deine App als starke Alternative genau im Sichtfeld dieser hochrelevanten Zielgruppe.

Entdeckungskampagne (Discovery)

Ziel ist es, ein größeres Publikum zu erreichen und neue, beliebte Suchbegriffe zu finden, an die du selbst nie gedacht hättest. Richte hierfür zwei separate Anzeigengruppen ein:

  • Anzeigengruppe 1 mit dem Typ Broad Match: Kopiere alle Keywords aus den ersten drei Kampagnen hier hinein, stelle sie auf „Broad Match“ (weitgehend passend) und deaktiviere das Feature „Search Match“.

  • Anzeigengruppe 2 mit dem Typ Search Match: Füge hier keine eigenen Keywords hinzu, sondern aktiviere stattdessen das Feature „Search Match“. Apples Algorithmus sucht nun automatisch nach relevanten Suchanfragen im Store für dich.

    Tipp: Nutze hierfür die von Apple empfohlene Gebotsstrategie „Conversions maximieren“. Sie vereinfacht die Keyword-Recherche erheblich, da sie Search Match nutzt, um ohne manuellen Aufwand relevante Begriffe zu finden. Du musst keine einzelnen Keyword-Gebote verwalten oder komplexe Anzeigengruppen-Strukturen pflegen, sondern optimierst direkt auf Installs.

    Wichtig: Da Apple die Gebote hier automatisch auf deinen Ziel-CPA optimiert, entfällt die manuelle Steuerung des CPT. 

Genauso wichtig wie die Begriffe, für die du gefunden werden willst, sind die, für die du nicht bezahlen möchtest. Nutze deshalb negative Keywords. Wenn du z. B. eine kostenpflichtige App bewirbst, schließe Begriffe wie „gratis“ oder „kostenlos“ strikt aus. Das spart dir unnötige Klickkosten (CPT).

Portrait von Emilia Spangenberger

Emilia Spangenberger

Performance Marketing Managerin

Schritt-für-Schritt zur Apple Ads Kampagne

Du möchtest direkt loslegen? Die Erstellung deiner Kampagne ist bei Apple zum Glück intuitiv aufgebaut:

Variante A: Der Schnellstart mit Apple Ads Basic

Wenn du es unkompliziert magst und Apple die Arbeit überlassen willst, bist du in wenigen Klicks fertig:

  1. App auswählen: Entscheide, welche deiner Apps du bewerben möchtest.

  2. Länder und Regionen definieren: Lege fest, in welchen Märkten deine Anzeigen ausgespielt werden sollen.

  3. Monatsbudget festlegen: Trage ein, wie viel Geld du maximal pro Monat ausgeben möchtest.

  4. Maximalen CPI eintragen: Definiere deine maximalen Kosten pro Installation.

  5. Den Rest übernimmt Apples Algorithmus ab jetzt automatisch für dich.

Variante B: Volle Kontrolle mit Apple Ads Advanced

Für alle, die mehr Kontrolle haben möchten, ist diese Variante die bessere Wahl.

  1. Kampagne erstellen: Klicke auf den Erstellen-Button und wähle deine App aus.

  2. Platzierung auswählen: Wo soll deine Anzeige auftauchen? Wähle zwischen dem Heute-Tab, dem Suchen-Tab, den Suchergebnissen oder den Produkt Seiten.

  3. Länder & Regionen: Bestimme genau, wo deine Zielgruppe sitzt.

  4. Kampagnen-Einstellungen: Gib deiner Kampagne einen eindeutigen Namen, trage dein Budget ein und bestimme ggf. die Laufzeit (Start- und Enddatum).

  5. Anzeigengruppe anlegen: Hier bringst du Struktur rein. Erstelle deine Anzeigengruppe und lege dein maximales Gebot pro Klick (CPT) fest.

  6. Zielgruppe anpassen: Grenze deine Zielgruppe ein. Wenn du als Platzierung Suchergebnisse gewählt hast, trägst du in diesem Schritt auch deine gewünschten Keywords ein. Bei Platzierungen auf Produktseiten wählst du stattdessen aus, ob deine Anzeige in allen App-Kategorien, nur in ähnlichen Kategorien oder in anderen Kategorien ausgespielt werden soll. So kontrollierst du exakt, in welchem thematischen Kontext deine App erscheint.

  7. Vorschau und Go-Live: Checke in der Vorschau ein letztes Mal, ob alles fehlerfrei ist. Dann klicke auf “Erstellen” und schau zu, wie deine App-Downloads steigen.

Best Practices für deine Apple Ads

Damit du im Advanced-Modell direkt performante Ergebnisse erzielst, haben wir hier unsere beiden wichtigsten Agentur-Tipps für dich zusammengefasst:

  • Der Conversion-Hebel mit Custom Product Pages (CPPs): Schicke nicht alle Nutzer, die auf deine Ad klicken, auf dieselbe Standard-App-Store-Seite. Erstelle maßgeschneiderte Landingpages für verschiedene Keywordthemen (wie Marke, Kategorie oder Konkurrenz) und Zielgruppen.

  • Gebote regelmäßig optimieren: Behalte deinen Cost-per-Tap (CPT) und deine Conversion Rate im Auge. Manchmal lohnt es sich, bei extrem gut konvertierenden Keywords das Gebot in kleinen Cent-Schritten zu erhöhen, um die Top-Platzierung gegen die Konkurrenz zu verteidigen.

Bereit für den App Store Boost?

Ob für den Aufbau von Markenbekanntheit, die gezielte Nutzergewinnung oder den cleveren Angriff auf deine Konkurrenz: Apple Ads sind der effektivste Hebel für dein App-Wachstum. Das Netzwerk bietet dir den unschlagbaren Vorteil, User exakt im Moment ihrer höchsten Download-Bereitschaft abzufangen. Wer seine Downloadzahlen nachhaltig skalieren will, darf diesen Kanal schlichtweg nicht ignorieren. Mit der richtigen Strategie, regelmäßigen Gebotsanpassungen und sauberen Tracking-Setups verwandelst du Klicks in loyale App-Nutzer.

Häufige Fragen zu Apple Ads

Wie hoch sind die Kosten für Apple Ads?

Die Kosten variieren stark nach Branche und Konkurrenz. Im Basic-Modell legst du einen maximalen Cost-per-Install (CPI) fest, im Advanced-Modell zahlst du pro Klick (Cost-per-Tap). Da du die Budgets selbst definierst, hast du die Kostenlage jederzeit im Griff.

Ab wann lohnen sich Apple Ads für meine App?

Sobald deine App reibungslos funktioniert, das Onboarding sitzt und die Store-Präsenz (Bilder, Beschreibung) optimiert ist. Apple Ads sind ein Beschleuniger. Sie multiplizieren das, was bereits gut funktioniert.

Was ist der Unterschied zwischen Apple Ads und ASO?

App Store Optimization (ASO) ist quasi das SEO für deine App (organische Optimierung von Titel, Keywords, Screenshots). Apple Ads sind das bezahlte Pendant (SEA). Beides zusammen sorgt für maximale Sichtbarkeit.

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