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AllFacebook Conference in München

Mira Rodrigues

Veröffentlicht von Mira Rodrigues

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AllFacebook Conference in München

Dieses Jahr haben wir die AllFacebook Conference in München besucht. Viele interessante Speaker gaben ihr Wissen und spannende Insights zum Besten. Neben Scott Woods von Facebook waren viele weitere Sprecher namhafter Unternehmen vertreten, wie TNS Infratest, Stylefruits oder Runners Point. Wir haben für euch die interessantesten Beiträge in einem Blogartikel zusammengefasst.

 

The next Level – Wie TV von Social Media als Leitmedium für Unternehmen abgelöst wird

F. Scott Woods von Facebook, Country Director der DACH Länder, sprach in seinem Vortrag über die Wandlung der medial fokussierten Gesellschaft, darüber wie Social Media und natürlich insbesondere Facebook, das Fernsehen als Leitmedium der Verbraucher und infolgedessen der Unternehmen abgelöst hat.

Scott Woods
Facebook selbst unterzog sich in den letzten Jahren einem Wandel. Dieser lässt sich in 3 Stufen aufteilen. In Stufe 1 waren Social Listening und Reputation Management im Fokus. Heißt, das Unternehmen baut sich einen möglichst guten Ruf in den sozialen Medien auf, beobachtet und analysiert was die Nutzer in den Kanälen über das Unternehmen sagen, wie die allgemeine Einstellung und Stimmung gegenüber der Marke ist. In Stufe 2 hingegen, wurde Social Media primär genutzt, um die User zu beeinflussen und Social Advocates zu generieren, das heißt überzeugte Fans, die aus eigenem Antrieb für die Marke werben, darüber sprechen, Content teilen und so neue Fans und Kunden für das Unternehmen finden. Aktuell – in Stufe 3 – wird Facebook als Brand Building Plattform genutzt. Brand Managers erzählen eine Geschichte der Marke, bieten attraktiven Content, Gewinnspiele, Mitmach-Aktionen, beziehen den Nutzer in das Geschehen ein und machen die Marke zum Erlebnis. Nun werden alle vorherigen Ziele mit der Social Media Plattform verfolgt und das Medium zusätzlich als Absatzkanal genutzt, um aktiv Sales zu generieren. Dabei spielen vier wesentliche Faktoren eine Rolle:

  1. Audience: individuelle Ansprache und Segmentierung der Zielgruppe sind wichtig
  2. Content: das Gedankengut der Zielgruppe für sich nutzen, Storytelling als Erfolgsfaktor
  3. Media Distribution: alle verfügbaren Kanäle nutzen – Social in Verbindung mit Mobile aber auch TV
  4. Measurement: man kann nur erfolgreich sein, wenn man vorhandene Daten zu Analyse-Zwecken nutzt, um langfristig besser zu werden

Die Mediennutzung für Werbezwecke ist mittlerweile weitaus kundenorientierter. Es gilt „Sei da wo der Kunde ist“. Kein Medium eignet sich dafür besser als Social Media, Facebook respektive. Über 15 Millionen Menschen nutzen täglich die Plattform Facebook. Dahingegen nur 9,9 Millionen den bekanntesten und etabliertesten deutschen Sender ZDF. Das sind Zahlen, die die Macht von Facebook sehr deutlich machen.

 

10 Goldene Regeln für den gelungenen Facebook-Auftritt

TNS Infratest
Carsten Theisen, Head of Digital Center des Markt- und Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest, hat aus eigenen Erfahrungswerten 10 elementare Regeln für einen gelungenen Facebook-Auftritt konstruiert. Einige davon klingen im ersten Moment profan, doch sind es oft jene, die bei der Erstellung einer Social Media Präsenz nicht beachtet werden. Er rät die Page ernst zu nehmen, verantwortliche Personen zu determinieren, die schnell auf User-Kommentare reagieren und diese hinreichend ernst nehmen. Ebenso wichtig ist die Interaktion auf Facebook. Der Fan muss Wertschätzung erfahren, in Fragen mit einbezogen und zur Mitgestaltung aufgefordert werden. Die Fragen, die dem Nutzer gestellt werden, sollten abwechslungsreich und zudem nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten sein. Kunden erwarten von einem sozialen Kanal die gleiche Funktion wie die einer Service-Hotline. Daher ist es immens wichtig die Antwortzeiten zu optimieren und bestmöglich auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Damit der Kanal Social Media nicht anonym bleibt, ist es sinnvoll hinter Posts immer den Namen des Absenders zu schreiben, um den Nachrichten eine individuelle Note zu geben. Beim Aufstellen von Kampagnen sollte bedacht werden, nicht zu viele verschiedene in einem Monat auszurollen, vor allem nicht bei Sonder- oder Rabattaktionen. Schnell impliziert dies, dass das Unternehmen Produkte zu verschenken hat und billig „verramscht“. Neben den Image-Schäden, die ein Überangebot an Kampagnen mit sich führen kann, resultiert dies zudem in einer sehr viel geringeren User Interaction, da die Nutzer sich nicht immer wieder an Aktionen beteiligen wollen.

Goldene Regeln
Das kreative Potential der Kunden und Fans kann man sich mit Social Media sehr gut zu Nutze machen. Einerseits lassen sich somit kreative Ideen für Kampagnen, Produkte, Namensgebungen oder ähnliches finden à la Crowd Sourcing und zum anderen fühlen sich die Nutzer einbezogen und wertgeschätzt. Facebook sollte nicht isoliert als Marketing Instrument gesehen, sondern in den gesamten Marketing Mix des Unternehmens integriert und darauf abgestimmt werden – nur so lassen sich Synergieeffekte optimal nutzen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Social Media Plattformen.

Einst waren es Likes, die als wichtig und aussagekräftig galten. Nunmehr geht man dazu über die Response auf den Fanseiten vielschichtiger zu sehen. Wichtig ist die Interaktion mit dem Medium, mit der Marke. Die Fans sollen zu Markenbotschaftern werden, mit den Unternehmen kommunizieren und interagieren.

 

Product meets Content – wann das Produkt der ideale Content ist

Stylefruits
Wann das Produkt der ideale Content ist, erklärte Mathias Ziegler von Stylefruits, einem Einkaufsportal für Mode- und Wohnartikeln. Hier finden Kunden shopübergreifende Angebote, die der Nutzer selbst kombinieren kann. Die Plattform erinnert hinsichtlich Look & Feel an Pinterest, hat also auch ohne den Einbezug weiterer Social Media Netzwerke einen sehr starken sozialen Charakter. Alle Styles lassen sich via Facebook, Google+, Pinterest oder Twitter teilen. Wichtig bei der Strategie ist natürlich das richtige Targeting. Facebook APIs geben hierzu Hilfestellung. Es lassen sich diverse Informationen auslesen wie Interessen, demografische Daten, Verhalten und Orte der User. Außerdem kann man benutzerdefinierte Zielgruppen auf Basis von Mobile Apps, sowie Lookalike Audiences definieren. Vor allem letztere Targeting Option ist sehr interessant, da sich Zielgruppen finden lassen, die bereits etablierten Kunden sehr stark ähneln und das Interesse am unternehmenseigenen Content daher groß sein dürfte. Botschaften über Facebook sollen klar und präzise sein. Hört sich logisch an, wird dennoch oft nicht umgesetzt. Posts sollten einfache, kurze und prägnante Sätze beinhalten – am besten inklusive Bild, um die Aufmerksamkeit der Nutzer für sich zu gewinnen. Gerade im Hinblick auf die immer intensiver werdende Nutzung von Mobile Devices ist dies ein elementarer Aspekt. Die Botschaft sollte ferner aktuell und einzigartig sein, dem Leser einen Mehrwert bieten können. Je emotionaler diese gestaltet ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Interessenten interagieren. Hier hat Stylefruits natürlich den klaren Vorteil mit dem Angebot der Produktepalette, da Mode an sich bereits sehr emotional ist. Außerdem sollte zu jedem Bild ein Link bereit stehen, vor allem wenn es sich dabei um Produkte eines Online Shops handelt. Die tollste Produktpräsentation läuft an dieser Stelle ins Leere wenn der Nutzer nicht weiß wo und wie er die Artikel kaufen kann. Vor allem lange Links sollten sinnvoll gekürzt werden, um den Post nicht unnötig aufzublähen. URL Redirection Tools wie Bitly sind dabei jedoch kritisch zu sehen. Zum einen stehen derart gekürzte Links oft unter Spam-Verdacht, da man nicht mehr erkennt, zu welcher Top Level Domain sie eigentlich führen und zum anderen kann jeder Konkurrent oder Nutzer durch Hinzufügen eines „+“ am Ende der URL alle Performance Daten auslesen, also beispielsweise wann der Link wie oft geklickt wurde. Je nach Unternehmensphilosophie ist es daher den Aufwand wert, sich ein hauseigenes Tool für diese Zwecke erstellen zu lassen. Um auch im Bereich Social Media nicht wahllos zu agieren, sollten in jedem Fall Daten analysiert, Links getrackt und optimaler Weise Business Intelligence Systeme eingesetzt werden. Diese bieten die Möglichkeit Daten zu sammeln, zu aggregieren und auszuwerten, um nachhaltige Business Entscheidungen treffen zu können.

Mira Rodrigues

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