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6 kritische SEO-Fehler von E-Commerce Websites

Mira Rodrigues

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Es kommt immer mal wieder vor, dass Online Händler der Annahme sind, es sei ausreichend eine große Auswahl an Produkten im Netz anzubieten und dadurch mit der Zeit automatisch Traffic auf ihre Seite lenken zu können – in der Realität ist das in der Regel nicht einmal die halbe Miete.

Gezielte Suchmaschinenoptimierung für Web-Shops ist grundsätzlich schwieriger als für redaktionelle getriebene Blogs oder Internetpräsenzen. Produkte kommen häufig hinzu und fallen weg, Kategorieseiten werden selten freiwillig verlinkt da sie wenig Mehrwert bieten und in kritischen Fällen gibt es überhaupt keine redaktionellen Inhalte welche die Link-Gunst der Internetbewohner für sich gewinnen können.

Damit ihr mögliche Schwachstellen eurer Seite aufdecken und beheben könnt, erläutere ich im Folgenden 6 gängige SEO-Fehler von E-Commerce Webseiten:
 

1.Fehlende Produktbeschreibung

Vor allem in Bekleidungsshops finden sich oft zu kurze, oder sogar überhaupt keine, Produktbeschreibungen. Alles andere als optimale Voraussetzungen um Top 10 Platzierungen zu erlangen. Achtet darauf eine einzigartige Produktbeschreibung mit möglichst vielen zusätzlichen Inhalten wie Bildern oder Videos zu liefern. Jede Information die man woanders nicht findet beeinflusst nicht nur das Ranking sondern auch die Nutzererfahrung positiv.

„Unique Content“ – heißt das Stichwort, also nicht einfach die Herstellertexte in den Shop kopieren. Texte sollten immer selbst geschrieben werden, damit sie individuell sind, um sich von anderen Shop-Betreibern zu differenzieren. Je ausführlicher die Inhalte, desto positiver sind die Auswirkungen in allerlei Richtungen.

Beachtet also Folgendes:

  • Verfasst ausschließlich qualitativ hochwertige Beschreibungen, die euren Kunden bei der Kaufentscheidung helfen.
  • Kopiert niemals Content von anderen Seiten. Andernfalls könntet ihr von den Suchmaschinen abgestraft werden.
  • Ihr solltet testen, welcher Umfang der Beschreibungen am besten für die Conversion ist. Zu viel Content ist ebenfalls schlecht.

 

2.Fehlende Produktbewertung

Etwa 70% der Käufer schauen sich Produktbewertungen im Online Shop an, bevor Sie tatsächlich kaufen. Daher solltet ihr in jedem Fall eine Bewertungsfunktion anbieten. Zum einen steigert es die Conversions, da sich die Besucher unabhängige Meinungen über das Produkt einholen können und zum anderen könnt ihr so, fast völlig ohne Mehraufwand, positiven Einfluss auf das Ranking eurer Seite, durch Unique Content, nehmen.

Das Schöne an Kundenbewertungen ist, dass:

  • sie Unique Content in eure Seite integrieren – und das kostet euch weder Zeit noch Geld. Hier liegt die einfachste Lösung für das Problem!
  • sie dafür sorgen, dass sich eure Produktseiten ständig ändern. Je öfter man Updates einer Seite durchführt, desto mehr wird der Googlebot auf Sie aufmerksam, was ebenfalls zu Verbesserungen im Ranking führen kann.
  • Nicht vergessen: Selbstverständlich müssen die Kunden zur Nutzung animiert werden, die reine technische Umsetzung bringt noch keinen direkten Mehrwert!

 

3.Produktseiten nach Suchanfragen optimieren

Bevor ihr Überschriften, Titelseiten oder Produktbeschreibungen verfasst, führt mit Google AdWords einen Search Query Report durch. So könnt ihr sehen, nach welchen Keywords die Nutzer am meisten gesucht haben und welche Begriffe folglich am relevantesten für die Zielgruppe sind. Dann könnt ihr alle Texte und Headlines entsprechend ausrichten und euch sicher sein, dass ihr nichts promotet, was überhaupt nicht gefragt ist.

Ihr möchtet beispielsweise für einen geblümten Schal werben und legt für die Seite sowohl als H1-, wie als Image-ALT-Tag „Blumenmuster Schal“ an, obwohl die meisten Nutzer nach „Chanel Blumenmuster Schal“ suchen. Dann wäre Letzteres als Überschrift und Bildbeschreibung sinnvoller gewesen.

Hier ein paar Tipps, wie ihr eure Produktseiten optimieren könnt:

  • integriert Modellbezeichnungen und Markennamen in TITLE- & H1-Tags
  • vergesst das Image ALT-Attribut nicht
  • betreibt niemals Keyword-Stuffing, indem ihr den Suchbegriff ständig wiederholen
  • verwendet keine iFrames für Display-Inhalte – der Inhalt sollte immer tatsächlich in die Produktseite integriert werden

 

4.Doppelte TITLE-Tags

Ein weiteres Problem von großen Online Stores sind doppelte TITLE-Tags. Versucht jeden TITLE individuell anzulegen und identische Werte zu vermeiden. Dies ist eigentlich eine der wichtigsten SEO-Grundregeln, aber in der Praxis scheint diese oft einfach vergessen.

Wenn ihr den Quellcode eurer Website anseht, dann sieht der TITLE-Tag (vereinfacht) wie folgt aus:

html

Zugegeben, es ist schwierig individuelle TITLE-Tags zu erstellen, wenn ihr verschiedene Produkte der gleichen Marke verkauft oder ähnliche Produkte unterschiedlicher Marken. Ihr werdet unausweichlich die gleichen Worte immer und immer wieder verwenden. Suchmaschinenbetreiber sind sich dieser Tatsache bewusst und daher solltet ihr euch darauf konzentrieren einzigartige Wortgruppen zu erstellen.

Die meisten Online Kunden suchen nach einer Wortgruppe und nicht nach einem einzelnen Wort. Eine Faustregel, die normalerweise für TITLE-Tags gut funktioniert lautet: „Marke-Modell-Produktart“. Euer TITLE-Tag sollte beispielsweise so aussehen:

„Honda Accord Sport Coupe“ oder „Burton Aftermath Snowboard 2013“

Die richtigen Keywords findet ihr entweder durch Search Query Reports, durch Kundenbefragung oder Beobachtung von Blogs oder sozialen Netzwerken, die eure Zielgruppe nutzt. Macht euch mit deren Sprachgebrauch und Wortwahl vertraut und versucht euch daran zu orientieren.
 

5.Keine aussagekräftigen URLs

Eine aussagekräftige URL, auch bekannt als Keyword- oder SEO-freundlich, zeigt dem Nutzer sofort auf welcher Seite er sich befindet. Hier ein paar Bespiele unserer Seite:

  • Blog: www.sunlab.de/blog
  • Projekte: www.sunlab.de/projekte
  • Kontakt: www.sunlab.de/kontakt

Wenn es möglich ist, dann nutzt solche URLs, die den Namen des Produktes enthalten und keine unverständlichen, endlosen IDs.
Es gibt drei Gründe warum ihr aussagekräftige URLs nutzen solltet:/

  1. Semantik: Für einen Kunden ist es leichter, wenn er weiß, was er zu erwarten hat, wenn er auf die URL klickt.
  2. Keyword und Anchor Link: Mit etwas Glück möchte ein anderer Webseitenbetreiber Ihren Link posten. Dann ist es wichtig, dass relevante Keywords im Anchor Text enthalten sind.
  3. Relevanz: Viele Domains wurden so erfolgreich, weil sie relevante Keywords in der URL hatten. Google legt zwar immer weniger Wert darauf, aber es kann natürlich trotzdem nicht schaden.

 

6.Redundanter Content

Seiten, die zum Download bereit stehen, Archive oder Inhaltsübersichten – alles was doppelten Content enthält, sollte nicht indexiert werden. Das ist wichtig, damit eure Seite nicht abgestraft wird, weil sie doppelte Pages enthält.

Hier sind einige Tipps um redundanten Content zu minimieren:

  • Nutzt eine robots.txt-Datei, um zu kontrollieren welche Seiten von den Webcrawlern besucht werden dürfen. Damit könnt ihr Seiten blockieren, die anderen sehr ähnlich sind.
  • Nutzt den Canonical-Tag, um zu bestimmen, welche Pages eures Shops indexiert werden sollen. Die Page, in die der Tag integriert wurde, ist jene, die der Bot nicht beachten soll, da sie doppelte Inhalte aufweist. Durch den Tag zeigt man der Suchmaschine, auf welcher Seite sich der Original-Content befindet.
  • Außerdem solltet ihr nofollow-Attribute in die Links integrieren, die auf Duplicate Content verweisen. Hier ist es sehr wichtig, sorgfältig zu arbeiten und jeden solcher Links zu finden, denn wenn nicht – Google findet sie sicher!

 

Die goldene SEO-Regel – Usability als Priorität

Wie ihr wisst, geht es Google natürlich einzig und allein um die Nutzer und deren User-Experience. Damit die Suchmaschine die Marktführerschaft nicht durch irrelevante Suchergebnisse verliert, ist es eben an uns, etwas dafür zu tun. Euer Online Shop sollte nutzerfreundlich und ansprechend gestaltet sein, so dass sich die Kunden gut zurechtfinden und öfter bei euch vorbeischauen. Und was gut für eure Kunden ist, das ist auch gut für Google. Je mehr Zeit die Besucher auf der Seite verbringen und je geringer die Absprungrate, desto besser ist es für das Ranking. Denn dies ist für die Suchmaschine ein Indikator dafür, die Nutzer auf die richtige Seite geführt zu haben.

Konzentriert euch auf euren Shop und schafft Mehrwerte. Das führt zu deutlich mehr individuellen Vorteilen als ständig bei der Konkurrenz zu spicken und immer einen Schritt hinterher zu hängen.

Mira Rodrigues

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